1.16 Lesung aus dem Kriegstagebuch von Max Ungerer 1915

„Nicht lange sollte die Erholungszeit im Lazarett dauern, am 27ten Nov. Dort eingetroffen, heilten die drei „Wunden“ von den Furunkeln schnell zu, so dass ich am 9ten Dezember schon entlassen werden konnte.
Es waren schöne Wintertage, meist noch ein schönes Herbstwetter und dann der Rhein. Ich stehe oft in Gedanken oben auf der Burg Rheineck und sehe die Landschaft unter mir wie eine Landkarte ausgebreitet. Unten Hönningen Rechts Rheinbrohl und Brohl weiter links hinten Linz und wie die Dörfer alle heissen mögen und erstaunt frage ich mich: ‚Dies Land dies friedliche kämpft zur Zeit den größten Kampf, um Sein oder Nichtsein‘.“

WER? Hermann Ungerer Henríquez
WANN? Do. 26. Januar 2023, 19 Uhr
WO? Schloss Neckarhausen, Großer Sitzungssaal, OT Neckarhausen
WIEVIEL? Wir sammeln Spenden für das Bündnis für Flüchtlingshilfe